Elektro-Notdienst · Annahme rund um die Uhr besetzt Sicherung raus? Kein Strom? 01579 2829777
Elektro-Retter Logo Elektro-Retter ☎ 01579 2829777
Start/Ratgeber/Wie Sie sich richtig auf einen Stromausfall vorbereiten

Wie Sie sich richtig auf einen Stromausfall vorbereiten

Ratgeber · aktualisiert 2026-07-31

Auf Stromausfall vorbereitet sein

Ein Stromausfall ist mehr als nur Dunkelheit. Gefriergut taut auf, Handys verlieren Akku, und plötzlich ist Orientierung schwierig. Die gute Nachricht: Mit gezielter Vorbereitung meistern Sie solche Situationen deutlich entspannter. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen konkrete Schritte zur Vorsorge.

Warum Vorbereitung auf Stromausfälle sinnvoll ist

Stromausfälle entstehen durch verschiedene Ursachen: Unwetter, Überlastungen im Netz, Schäden an Leitungen oder Arbeiten am Stromnetz. Statistisch betrachtet ist mit mehreren Stunden Ausfall pro Jahr durchaus zu rechnen – regional unterschiedlich. Eine Vorbereitung schützt nicht nur Ihre Lebensmittel, sondern auch Ihre Ruhe und Sicherheit.

Beleuchtung und Notfall-Licht organisieren

Die erste Massnahme bei Dunkelheit ist zuverlässiges Licht. Taschenlampen sind die klassische Wahl – zuverlässiger als Kerzen und sicherer. So rüsten Sie sich aus:

  • Zwei bis drei stabile LED-Taschenlampen mit Ersatzbatterien (nicht im Gerät lagern)
  • Kopflampen/Stirnlampen für freie Hände beim Umgang mit Kühlgut oder Gepäck
  • Batteriebetriebenes Notfall-Radio (informiert über Dauer und Ursachen)
  • Taschenlampen zentral, leicht erreichbar lagern – nicht im Keller vergessen
  • Batterien regelmässig auf Ladezustand prüfen und austauschen

Vermeiden Sie Wachskerzen in Häusern ohne ständige Aufsicht – Brandrisiko, besonders wenn Kinder oder Haustiere im Haus sind.

Kühlgut und Lebensmittel richtig schützen

Verderbliche Lebensmittel sind das grösste Risiko bei Stromausfällen. Ein ausgefallener Kühlschrank wird schnell zur kostspieligen Verschwendung. Hier sind bewährte Strategien:

  • Kühlschrank und Gefriertruhe nicht öffnen – jedes Öffnen wärmt den Inhalt und verschlechtert die Chancen der Lebensmittel
  • Gefriergut bleibt bei geschlossener Truhe 24–48 Stunden gefroren (je voller, desto länger)
  • Kühlschrank-Inhalte halten 4–6 Stunden, wenn nicht geöffnet
  • Kühl-Akkus oder Eisbeutel im Gefrierschrank vorhalten – diese helfen später als Kühlmittel
  • Im Sommer Kühlgut notfalls in die kälteste Stelle des Hauses (Keller) bringen oder in Boxen mit Eis verpacken
  • Nach Stromrückkehr: Lebensmittel mit Eiskristallen sind in Ordnung; Lebensmittel, die längere Zeit warm waren, wegwerfen

Übrigens: Ein voller Gefrierschrank ist eine Art Notfall-Versicherung. Mehr Masse = längere Kühldauer.

Handy und wichtige Geräte aufladen – Notladung planen

Smartphones und Tablets sind bei Stromausfällen lebensnotwendig – für Kontakt, Information und Notrufe. Bereiten Sie sich vor:

  • Powerbank mit hoher Kapazität (10.000–20.000 mAh) kaufen und regelmässig laden
  • USB-Kabel für alle Ihre Geräte bereithalten
  • Autolader für Smartphones mitnehmen (Stromausfall = Auto lädt mobil)
  • Nachbarn oder Familie kennen, deren Strom noch funktioniert
  • Laptop oder Tablet als Strom-Reserven (vor Ausfall aufladen!)
  • Notfall-Kontakte auswendig wissen (nicht nur im Handy-Speicher!)

Tipp: Am Tag vor Gewitterwarnung oder erwarteten Netz-Arbeiten alle Akkus vollständig laden.

Sicherungskasten verstehen – das Wichtigste für Laien

Der Sicherungskasten (auch Verteiler oder Zaehlerschrank genannt) ist die Schaltzentrale Ihres Stroms. Im Notfall ist Grundkenntnis wertvoll:

  • Lage kennen: Wo ist Ihr Verteiler? (meist Flur, Keller, Hauseingang)
  • Hauptschalter lokalisieren: Der grössere rote/schwarze Schalter oben – damit schalten Sie den gesamten Strom ab
  • FI-Schutzschalter erkennen: Ein Test-Knopf und ein Schalter – schützt vor Stromschlag
  • Leitungsschutzschalter (LS-Automaten): Die kleineren Schalter für einzelne Stromkreise (Küche, Wohnzimmer, etc.)
  • NICHT öffnen oder anfassen: Klemmleisten und Verdrahtung sind Profis vorbehalten – auch bei ausgeschaltetem Hauptschalter
  • Regelmässig testen: Den Test-Knopf des FI-Schutzschalters 1–2x jährlich drücken (Schalter sollte auslösen) – belegt, dass die Schutzeinrichtung funktioniert

Bei Stromausfällen im ganzen Haus oder Fehlern sollten Sie nicht selbst im Verteiler hantieren. Kontaktieren Sie die Elektrofachkraft oder den Netzbetreiber.

Notfall-Checkliste für den Tag X

Wenn der Strom ausfällt, bewahren Sie Ruhe und gehen systematisch vor:

  • Gröbste Sicherheit: Liegt eine Beschädigung vor (Rauch, Brandgeruch, Funken)? Falls ja: Hauptschalter runter, Raum verlassen, Feuerwehr 112 anrufen
  • Normalfall: Einen Leitungsschutzschalter prüfen – ist einer ausgelöst? (Schalter steht auf Aus oder zwischen Ein/Aus)
  • Ausgelösten LS-Automat zurückschalten – wenn er sofort wieder auslöst, nicht erneut versuchen, Elektrofachkraft anrufen
  • Kühlgeräte nicht öffnen
  • Taschenlampe aktivieren
  • Nachbarn fragen, ob ihr Strom auch weg ist (Fehler bei Ihnen oder im Netz?)
  • Bei Ausfall im ganzen Haus/Wohnblock: Netzbetreiber anrufen oder abwarten (meist Stunden bis wenige Tage)
  • Dauer überprüfen: Batterien-Radio, Nachbarschaften, Gemeinde-Info-Hotlines nutzen

Langfristige Notfall-Vorsorge

Eine echte Vorbereitung geht über Spontan-Massnahmen hinaus:

  • Notfall-Rucksack mit Dokumenten (Versicherung, Kontakte, Medikation)
  • Gaskocher und Brennstoff (draussen und sicher lagern)
  • Wasser-Vorrat: 2 Liter pro Person pro Tag für 3–7 Tage
  • Nicht-verderbliche Lebensmittel: Konserven, Müsliriegel, Nüsse, getrocknete Früchte
  • Erste-Hilfe-Kasten und wichtige Medikamente griffbereit
  • Papierkram schützen: Digitale Kopien oder Papier-Duplikate von wichtigen Verträgen

Wann sollten Sie eine Elektrofachkraft kontaktieren?

Manche Stromausfälle deuten auf ernsthafte Probleme hin. Kontaktieren Sie uns bei:

  • Immer wieder ausgelöste Sicherungsautomaten
  • Brenngeruch oder Rauch aus Steckdosen, Lampen oder Geräten
  • Kriechstrom-Verdacht (Erde nass, Wasser in Nähe von Elektroinstallation)
  • Unsicherheit, ob Auslöser ein Defekt in Ihrer Anlage oder ein Netzfehler ist

Unsere 24/7 Hotline: 01579 2829777 hilft auch bei Unsicherheiten weiter. Die Elektrofachkraft vor Ort prüft schnell, ob eine Reparatur notwendig ist oder Sie auf Netzbetreiber-Seite warten müssen.

Fazit: Mit Köpfchen durchs Stromausfall-Abenteuer

Stromausfälle sind nervig, aber bewältbar. Wer Taschenlampen, Powerbanks und volle Gefriertruhen hat, bleibt gelassen. Ein Basis-Verständnis des Sicherungskastens hilft, einfache Probleme selbst zu erkennen – ohne Risiken einzugehen. Und bei echten Fehlern oder Unsicherheiten ist die Elektrofachkraft nur einen Anruf entfernt.

Akuter Strom-Notfall? Wir helfen.

24/7 erreichbar · geprüfte Elektro-Partner vor Ort in NRW & Berlin.

☎ 01579 2829777

Häufige Fragen

01Wie lange bleibt Gefriergut bei Stromausfall haltbar?+

Bei einer vollständig gefüllten und geschlossenen Gefriertruhe oder einem Gefrierschrank bleibt das Gut 24–48 Stunden gefroren. Ein halb leerer Gefrierschrank kühlt deutlich schneller ab. Wichtig: Die Tür nicht öffnen, sonst verkürzt sich die Zeit um Stunden.

02Sollte ich eine Notstrom-Batterie oder einen Generator kaufen?+

Für Privatwohnungen sind Notstrom-Batterien (USV-Anlagen) sinnvoll, wenn Sie regelmässig von Ausfällen betroffen sind. Benzin-Generatoren eignen sich für Häuser mit Aussenkeller, erfordern aber sichere Lagerung und Wartung. Für gelegentliche Ausfälle reichen Powerbanks und Vorbereitung meist aus. Ein Elektrofachkraft hilft bei der Beratung.

03Was mache ich, wenn immer wieder ein Sicherungsautomat auslöst?+

Das deutet auf Überlast oder einen Kurzschluss hin. Schliessen Sie zunächst alle grösseren Verbraucher an diesem Stromkreis aus (Heizlüfter, Mikrowelle) und schalten Sie den Schalter zurück. Löst er sofort wieder aus, liegt ein Defekt vor – den Sicherungsautomat nicht wiederholt versuchen, sondern die Elektrofachkraft anrufen.

04Kann ich den Hauptschalter im Sicherungskasten selbst betätigen?+

Ja, der Hauptschalter (grösserer Schalter oben) ist für Laien gedacht – zum Ausschalten im Notfall oder bei Wartungsarbeiten. Alle anderen Bauteile im Verteiler (Klemmleisten, Verdrahtung) sind Tabu, auch wenn der Strom ausgeschaltet ist. Im Zweifelsfall lieber anrufen.

05Wie teste ich meinen FI-Schutzschalter?+

Der FI-Schutzschalter hat einen Test-Knopf (meist mit T beschriftet). Drücken Sie ihn leicht – der Schalter sollte sofort auslösen und der Stromkreis unterbrechen. Das ist normal und gewünscht. Wenn nichts passiert, funktioniert der FI nicht korrekt und die Elektrofachkraft sollte ihn prüfen. Test 1–2x jährlich ausreichend.

06Ist es sicher, ein batteriebetriebenes Radio während Stromausfall zu nutzen?+

Ja, absolut. Batterieradios sind sicher und hilfreich – sie informieren Sie über die Dauer des Ausfalls und geben Verhaltensempfehlungen. Achten Sie nur darauf, dass Batterien auf Lager sind und regelmässig erneuert werden. Batterieradios mit Kurbel-Ladewerk sind eine gute Ergänzung.

Weitere Ratgeber

Elektro-Notdienst 24/7NRW & Berlin
☎ Anrufen